Die Erinnerung wachhalten

Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental setzt ein Zeichen gegen das Vergessen

 

Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, erinnerte die Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental mit einer eindrucksvollen Aktion an die Verbrechen des Nationalsozialismus und die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 81 Jahren.

Die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hatte sich im Vorfeld intensiv mit den Schicksalen von Opfern aus der Region Lörrach und Freiburg auseinandergesetzt und dazu umfangreich recherchiert. Aus Tonkarton fertigten die Schülerinnen und Schüler eigene Nachbildungen von Stolpersteinen an – symbolische Gedenktafeln, die an Menschen erinnern, die durch das NS-Regime entrechtet, deportiert oder ermordet wurden. 

In allen Klassen wurde der Gedenktag altersgerecht thematisiert, bevor am 27. Januar an beiden Schulstandorten kleine Gedenkfeiern stattfanden, bei der die Schulgemeinschaft die selbst gestalteten Stolpersteine in Ruhe betrachten konnte. 

Vertreterinnen und Vertreter der Schülermitverantwortung (SMV) hielten im Rahmen der Veranstaltung bewegende Reden, in denen sie die Bedeutung dieser Erinnerungszeichen hervorhoben. Sie erinnerten an das unermessliche Leid der Opfer und betonten, wie wichtig es sei, die Erinnerung wachzuhalten, damit sich solches Unrecht niemals wiederholt. 

Zugleich machten die Schülerinnen und Schüler deutlich, dass Demokratie und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern täglich neu verteidigt werden müssen. Sie unterstrichen die Bedeutung einer offenen, toleranten Schulkultur und eines respektvollen Miteinanders als Grundpfeiler einer friedlichen Gesellschaft. Nach einer stillen Minute des Gedenkens fasste Schülersprecherin Josefine Huber die Haltung der Schulgemeinschaft in einem bewegenden Satz zusammen: „Nie wieder ist jetzt!“

Mit dieser Veranstaltung reihte sich die Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental in zahlreiche bundesweite Aktionen ein, die daran erinnern, wie wichtig es ist, das Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu bewahren und kommende Generationen für die Gefahren von Diskriminierung und Ausgrenzung zu sensibilisieren.